Mehr LAN-Ports im Smart Home: 5 oder 8 Anschlüsse am Switch?
Router-Ports knapp? So planst du einen einfachen Gigabit-Switch für Bridges, Fernseher und NAS. TP-Link TL-SG105 und TL-SG108 anhand offizieller Daten erklärt.

Eine zusätzliche Smart-Home-Bridge, ein Fernseher und ein NAS können die freien LAN-Buchsen am Router schnell aufbrauchen. Ein einfacher Gigabit-Switch verteilt einen vorhandenen Netzwerkanschluss auf mehrere Geräte. Dieser Ratgeber zeigt am TP-Link TL-SG105 und TL-SG108, wie du die Portzahl planst und wo die Grenzen liegen. Anders als unser PoE-Ratgeber geht es hier ausschließlich um zusätzliche Datenanschlüsse ohne Stromversorgung für Kameras. Grundlage sind die am 30. Oktober 2026 abgerufenen deutschen Herstellerseiten. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet und nennen weder Kaufpreise noch einen Testsieger.
Unsere Empfehlungen auf einen Blick
| Kategorie | Modell | Merkmale | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Kompakte Anschlussgruppe | TP-Link TL-SG105 | 5 × Gigabit-RJ45 · unmanaged · lüfterlos · externes Netzteil | bis zu vier Endgeräte hinter einem Router-Uplink |
| Mehr Anschlussreserve | TP-Link TL-SG108 | 8 × Gigabit-RJ45 · unmanaged · lüfterlos · externes Netzteil | bis zu sieben Endgeräte hinter einem Router-Uplink |
Unsere Empfehlungen im Detail

TP-Link TL-SG105
5 × Gigabit-RJ45 · unmanaged · lüfterlos · externes Netzteil
Ideal für: bis zu vier Endgeräte hinter einem Router-Uplink
✓ Stärken
- 5 automatisch aushandelnde 10/100/1000-Mbit/s-Ports
- Metallgehäuse mit Wandmontagemöglichkeit
- keine Konfiguration zum einfachen Anschließen nötig
× Schwächen
- kein PoE und keine 2,5-Gigabit-Ports
- kein frei konfigurierbares VLAN-Management
★ Unser Urteil
Passt, wenn vier Endgeräte dauerhaft ausreichen und der Stellplatz klein bleiben soll.
Derzeit keine eindeutig verifizierte Amazon.de-Produktseite.TP-Link führt den TL-SG105 als einfachen Desktop-Switch mit 5 Gigabit-Ports, Auto-Negotiation und Auto-MDI/MDIX. Die deutsche Produktseite nennt ein lüfterloses Metallgehäuse und Abmessungen von 100 × 98 × 25 mm. Die Ports unterstützen 10, 100 und 1000 Mbit/s. Ein externes Netzteil und eine Installationsanleitung gehören laut Hersteller zum Lieferumfang. Für die typische Verbindung mit einem Router belegt der Uplink einen der 5 Ports; es bleiben 4 Anschlüsse für Endgeräte. Die aufgeführten QoS- und IGMP-Snooping-Funktionen bedeuten nicht, dass eine Verwaltungsoberfläche für individuelle VLANs vorhanden ist. Ein eigener Durchsatz-, Geräusch- oder Stromverbrauchstest liegt nicht vor. Das offizielle Galerie-Foto zeigt das Modell; Details der tatsächlich gelieferten Hardwareversion bitte vor dem Kauf prüfen.

TP-Link TL-SG108
8 × Gigabit-RJ45 · unmanaged · lüfterlos · externes Netzteil
Ideal für: bis zu sieben Endgeräte hinter einem Router-Uplink
✓ Stärken
- 8 automatisch aushandelnde 10/100/1000-Mbit/s-Ports
- Metallgehäuse mit Wandmontagemöglichkeit
- keine Konfiguration zum einfachen Anschließen nötig
× Schwächen
- kein PoE und keine 2,5-Gigabit-Ports
- kein frei konfigurierbares VLAN-Management
★ Unser Urteil
Die plausiblere Wahl bei mehreren Bridges und absehbaren Erweiterungen; nicht automatisch schneller als das 5-Port-Modell.
Derzeit keine eindeutig verifizierte Amazon.de-Produktseite.TP-Link führt den TL-SG108 als einfachen Desktop-Switch mit 8 Gigabit-Ports, Auto-Negotiation und Auto-MDI/MDIX. Die deutsche Produktseite nennt ein lüfterloses Metallgehäuse und Abmessungen von 158 × 101 × 25 mm. Die Ports unterstützen 10, 100 und 1000 Mbit/s. Ein externes Netzteil und eine Installationsanleitung gehören laut Hersteller zum Lieferumfang. Für die typische Verbindung mit einem Router belegt der Uplink einen der 8 Ports; es bleiben 7 Anschlüsse für Endgeräte. Die aufgeführten QoS- und IGMP-Snooping-Funktionen bedeuten nicht, dass eine Verwaltungsoberfläche für individuelle VLANs vorhanden ist. Ein eigener Durchsatz-, Geräusch- oder Stromverbrauchstest liegt nicht vor. Das offizielle Galerie-Foto zeigt das Modell; Details der tatsächlich gelieferten Hardwareversion bitte vor dem Kauf prüfen.
Fünf oder acht Ports: den Uplink mitrechnen
5-Port-Switch
- Ein Port verbindet den Switch mit dem Router; vier bleiben für Endgeräte. Gut für einen kleinen, überschaubaren Anschlussplatz.
8-Port-Switch
- Nach dem Router-Uplink bleiben sieben Ports. Mehr Reserve, wenn weitere Bridges, Rechner oder ein NAS dazukommen.
Erst zählen, dann bestellen
Beginne mit einer Liste der Geräte am jeweiligen Standort. Eine TV-Ecke mit Fernseher, Spielekonsole und Smart-Home-Bridge benötigt drei Geräteanschlüsse. Mit dem Kabel zum Router sind vier Ports belegt. Ein 5-Port-Switch hätte dann noch einen freien Anschluss. Kommen ein Streaming-Gerät und ein weiterer Hub hinzu, reicht er nicht mehr. Diese einfache Rechnung ist wichtiger als ein pauschales „fünf Ports reichen immer“.
Unterscheide dabei freie Ports insgesamt von zusätzlichen Ports am Router: Der Uplink belegt eine Router-Buchse. Ein 5-Port-Switch stellt dahinter vier Endgeräteanschlüsse bereit, erhöht die Gesamtzahl gegenüber der direkten Nutzung dieser Router-Buchse also um drei. Ein 8-Port-Switch erhöht sie unter denselben Annahmen um sechs.
So wird der Switch angeschlossen
Verbinde einen LAN-Port des Routers mit einem beliebigen Port des Switches und versorge den Switch über das passende Netzteil. Verbinde anschließend die Endgeräte mit den übrigen Ports. Die Herstellerseiten beschreiben die beiden Modelle als Plug-and-Play-Geräte; für diese Grundfunktion ist keine Switch-Konfiguration vorgesehen. IP-Adressen kommen im üblichen Heimnetz weiterhin vom DHCP-Server des Routers.
Für Gigabit-Verbindungen ist eine korrekt ausgeführte, intakte Verkabelung erforderlich; Cat-5e-Kabel oder höher sind im Heimnetz eine übliche Wahl. Wenn ein Gerät nur mit 100 Mbit/s verbindet, prüfe zuerst dessen Netzwerkanschluss, das Kabel und gegebenenfalls die Wandverkabelung. Eine Bridge mit einem 100-Mbit/s-Anschluss wird durch den Gigabit-Switch nicht zu einem Gigabit-Gerät. Das muss für ihre geringe Datenmenge aber auch kein Problem sein.
Gemeinsamer Uplink, unterschiedliche Datenwege
Die Verbindung zum Router beträgt bei diesen Modellen maximal 1 Gbit/s pro Richtung auf Ethernet-Ebene. Mehrere Geräte teilen sich diese Verbindung, soweit ihre Daten über den Uplink laufen. Die tatsächlich nutzbare Datenrate liegt wegen Protokollaufwand darunter. Einen Gigabit-Internetanschluss können deshalb nicht mehrere Endgeräte gleichzeitig jeweils mit einem vollen Gigabit ausschöpfen.
Verkehr zwischen zwei Geräten am selben Switch kann dagegen innerhalb dieses Switches bleiben, sofern sie im selben lokalen Netz kommunizieren. Ein NAS und ein Rechner müssen nicht für jeden lokalen Dateitransfer über den Router-Uplink gehen. Wie schnell die Kopie wirklich ist, hängt zusätzlich von Laufwerken, Protokollen und den beteiligten Geräten ab. Aus der Portzahl allein lässt sich dafür kein Messergebnis ableiten.
Unmanaged bedeutet nicht getrennt oder abgesichert
Die einfache Installation ist gerade für Bridges und Unterhaltungselektronik praktisch. Sie ist aber kein Sicherheitskonzept. Geräte am gleichen normalen Heimnetz bleiben Teil dieses Netzes. Ein zusätzlicher Switch erzeugt weder automatisch ein Gastnetz noch eine isolierte Zone für Smart-Home-Geräte.
Wer IoT-Geräte vom Arbeitsrechner trennen möchte, sollte ein abgestimmtes Konzept mit geeigneter Router-Firewall und gegebenenfalls VLAN-fähigen Switches und Access Points planen. Die auf den Produktseiten genannten QoS- und IGMP-Snooping-Funktionen sind damit nicht gleichzusetzen. Für diese Modelle sollte man keine individuell konfigurierbare VLAN-Verwaltung erwarten.
PoE und ähnlich klingende Modellnamen
Achte genau auf die vollständige Modellbezeichnung. Dieser Artikel behandelt TL-SG105 und TL-SG108, nicht TL-SG105E, TL-SG108PE oder andere Varianten. Die beiden hier erläuterten Modelle sind Datenverteiler und keine Stromquelle für PoE-Endgeräte. Eine Kamera oder ein Access Point benötigt eine geeignete zusätzliche Stromversorgung oder eine bewusst ausgewählte PoE-Lösung.
Auch die Hardwareversion verdient einen Blick. Die deutschen Herstellerseiten verweisen für weitere Versionen auf den Supportbereich. Fotos aus der Modellgalerie und technische Werte einer bestimmten Seite müssen daher nicht jedes Produktionsdetail einer anderen Revision abbilden. Verwende ausschließlich das für dein Gerät vorgesehene Netzteil und die zugehörige Anleitung.
Alltagstauglich aufstellen und prüfen
Ein lüfterloses Gehäuse bedeutet, dass kein Lüfter vorhanden ist; es ist keine von uns geprüfte Garantie vollständiger Geräuschlosigkeit. Stelle den Switch mit etwas Platz für Luftzirkulation auf und verdecke ihn nicht unter Kabeln oder Textilien. Die Geräte sind hier als Lösungen für trockene Innenräume eingeordnet, nicht als wetterfeste Gartenverteiler.
Beschrifte die Kabel, wenn mehrere Bridges zusammenkommen. Bei einem Ausfall prüfst du dann zuerst Netzteil, Link-Anzeige und das betroffene Kabel. Stelle in der einfachen Topologie keine zweite parallele Verbindung zum Router her. Ein sauber nachvollziehbarer Aufbau ist für kleine Smart-Home-Netze oft hilfreicher als zusätzliche Verbindungen ohne klares Konzept.
Quellen und Bildnachweise
Offizielle deutsche Herstellerseiten, abgerufen am 30.10.2026. Die technischen Angaben stammen aus Übersicht und Spezifikationen. Keine eigenen Tests, keine Preisangaben und keine Affiliate-Links. Beide separaten Original-Produktbilder wurden lokal aus der jeweiligen Hersteller-Galerie gespeichert. Die Galerie-Dateinamen nennen unterschiedliche Hardwarestände; die Fotos sind Modellillustrationen, keine Zusicherung einer Lieferrevision.
- TP-Link TL-SG105 – Produktdaten, Lieferumfang und Galerie: https://www.tp-link.com/de/business-networking/unmanaged-switch/tl-sg105/
- TP-Link TL-SG108 – Produktdaten, Lieferumfang und Galerie: https://www.tp-link.com/de/business-networking/unmanaged-switch/tl-sg108/
- Originalfoto TL-SG105: https://static.tp-link.com/TL-SG105(UN)4.0_01_large_1516616680594x.jpg
- Originalfoto TL-SG108: https://static.tp-link.com/TL-SG108(UN)3.0_01_large_1516617291361v.jpg
Unser Fazit
Für wenige zusätzliche kabelgebundene Geräte reicht der TL-SG105, solange vier Endgeräte hinter dem Router-Uplink genügen. Der TL-SG108 schafft mit sieben verbleibenden Ports mehr Reserve. Beide Beispiele sind einfache Gigabit-Verteiler ohne PoE und ohne frei konfigurierbares VLAN-Management. Zähle deshalb zuerst Anschlüsse, prüfe Stromversorgung und gewünschte Netztrennung und entscheide erst dann über die Portzahl.
FAQ – Häufige Fragen
Bei einem Anschluss zum Router bleiben vier Ports für Endgeräte. Ein 8-Port-Switch bietet unter derselben Voraussetzung sieben. Auch Verbindungen zu weiteren Switches verbrauchen Ports.
Nein. Er erweitert das kabelgebundene Netz. Internetzugang, IP-Adressvergabe und Firewall bleiben in der typischen Heimnetzinstallation Aufgaben des Routers.
Nicht allein über diese beiden Switches: TL-SG105 und TL-SG108 liefern kein PoE. Verwende eine passende separate Stromversorgung oder wähle bewusst einen kompatiblen PoE-Switch beziehungsweise Injektor.
Nicht automatisch. Die Switches besitzen kein WLAN. Ein zusätzlicher Access Point kann per Kabel angebunden werden, benötigt aber eine eigene passende Stromversorgung und Einrichtung.
Nein, für die hier beschriebene einfache Installation nur eine Verbindung herstellen. Zwei parallele Verbindungen sind keine automatische Verdopplung der Geschwindigkeit und können ohne passende Konfiguration eine Netzwerkschleife bilden.
Die Fotos stammen von den offiziellen TP-Link-Produktseiten und wurden lokal gespeichert. Technische Angaben sind Herstellerdaten, keine Ergebnisse eines eigenen Gerätetests.


